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Basel II
März 2003

Basel II bereitet dem gesamten Mittelstand Kopfschmerzen, weil sich die Betriebsinhaber Sorgen um die künftige Finanzierung machen.

Nach Aussage von Rolf-E. Breuer (ehemaliger Vorstandsprecher Deutsche Bank) gibt es ein einfaches Mittel: Erhöhung der Eigenmittel.

Der typische Mittelständer hat aber nur wenig Eigenkapital und ist daher auf die Fremdfinanzierung angewiesen. Die wirtschaftliche Situation und die Rahmenbedingungen lassen in der Regel die Bildung von mehr Eigenkapital nicht zu.

Die neue Regelung führt zu einer risikoadäquaten Unterlegung der Kredite, die die Banken ausgeben. Durch die risikoadäquate Unterlegung wird es zu einer Spreizung der Kreditmargen kommen. Von den Betriebsinhabern wird eine Bereitschaft zu mehr Transparenz der Kennzahlen verlangt. Viele Mittelständler haben aber auch noch andere Hausaufgaben zu erledigen: »Sie müssen ein professionelleres Finanzmanagement auf die Beine stellen und sich um die Stärkung der Eigenkapitalbasis kümmern.«

Die Bedingungen, zu denen Kredite an Unternehmen gewährt werden, sollen in Zukunft auch von der Qualität der Personalarbeit bestimmt werden. Konkrete Berechnungsansätze gibt es zur Zeit noch nicht. Personalrisiken wird jedoch in den Ratings ein besonderer Stellenwert zukommen.

Neben den überwiegend quantitativen finanzwirtschaftlichen Daten werden die qualitativen Faktoren eine wesentliche Rolle spielen. Aspekte wie Führungsstil, Kommunikation, Kundenorientierung, Leistungsorientierung, Betriebsklima und nicht zuletzt auch Managementkompetenz werden den Erfolg eines Unternehmens ausmachen.

Personalarbeit muss messbar werden. Das Rating im Personalbereich zielt auf eine Einschätzung der Personalrisiken ab. Es kommt darauf an, wie z.B. Schlüsselpositionen im Unternehmen besetzt sind oder wie das Qualifikationsniveau den Marktanforderungen angepasst werden kann. Wichtig sind z.B. auch Kennzahlen über Fehlzeiten und Fluktuation. Wie setzt sich die Altersstruktur und die Dauer der Betriebszugehörigkeit zusammen.